Informationen zum bisherigen Schulsystem
Betrifft Kinder, die vor dem 1. Mai 2002 geboren wurden und spätestens im August 2008 in die 1. Klasse der Primarschule eingetreten sind* (Informationen zum neuen Schulsystem befinden sich hier).
* Ausnahme: Kinder, die zwischen 1. Mai 1998 und 30. April 2002 geboren wurden und ins Gymnasium gehen, besuchen ab der 3. Klasse des Gymnasiums entweder einen drei- oder einen vierjährigen Klassenzug. Für sie dauert das Gymnasium fünf oder sechs Jahre.
Wie funktionieren die Schulen im Kanton Basel-Stadt?
Mit dem Kindergarten beginnt die obligatorische Schulzeit. In den Kindergarten kommen Kinder, die vor dem 1. Mai des Eintrittsjahres das vierte Lebensjahr zurückgelegt haben. Der Kindergarten dauert zwei Jahre. Maximal 20 Kinder besuchen zusammen eine Klasse. Das Schuljahr beginnt im August; das Anmeldeformular für den Kindergarten erhalten die Eltern im Januar per Post.
Danach folgt die Primarschule. Die Primarschule dauert vier Jahre. Maximal 25 Kinder besuchen zusammen eine Klasse.
Nach der Primarschule besuchen die Kinder die Orientierungsschule (OS). Die OS dauert drei Jahre. Maximal 25 Kinder besuchen zusammen eine Klasse. In der OS beginnt der Fachunterricht: Verschiedene Lehrpersonen unterrichten die Fächer. Dazu gehören zum Beispiel Französisch, Mathematik oder Deutsch. Englisch wird ab der 3. Klasse der OS unterrichtet. Ebenfalls in der 3. Klasse beginnt der Niveauunterricht: Je nach Schulleistung besuchen die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik das Grundniveau oder das Erweiterungsniveau.
Quartierschulen
Der Kindergarten sowie das Schulhaus der Primarschule und der Orientierungsschule befinden sich im Wohnquartier des Kindes. An der Primarschule und an der Orientierungsschule finden Beurteilungsgespräche statt: Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer bespricht mit den Eltern jedes Jahr die Lernfortschritte ihres Kindes. Eltern können für dieses Gespräch eine Übersetzerin oder einen Übersetzer beiziehen. Dies gilt auch für die Elternabende, die jedes Jahr stattfinden.
Für Kinder des Kindergartens, der Primarschule und der Orientierungsschule gibt es ausserhalb des Unterrichts verschiedene Tagesstrukturen: Gegen einen Kostenbeitrag der Eltern werden die Kinder in Tagesschulen, Mittagstischen, Tagesheimen und Tagesfamilien betreut, verpflegt und gefördert. In den Schulferien gibt es ein grosses Angebot an Tagesferien.
Nach der OS gibt es für die Schülerinnen und Schüler je nach Schulleistung drei Möglichkeiten: Den A-Zug der Weiterbildungsschule, den E-Zug der Weiterbildungsschule und das Gymnasium.
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden wenn möglich in den Regelklassen unterrichtet und zusätzlich heilpädagogisch gefördert. Es gibt auch ein breites Angebot an staatlichen und privaten Sonderschulen.
Weiterbildungsschule, Berufsbildung und Gymnasium
Die Weiterbildungsschule (WBS) dauert zwei Jahre. Der A-Zug der WBS richtet sich an leistungsschwächere Jugendliche, der E-Zug der WBS an leistungsstärkere Jugendliche. Im A-Zug besuchen maximal 16 Schülerinnen und Schüler zusammen eine Klasse, im E-Zug sind es maximal 22. Nach der WBS ist die elfjährige obligatorische Schulzeit zu Ende.
Die Jugendlichen können danach eine zwei-, drei- oder vierjährige Berufslehre machen. Eine Berufsmaturität parallel zu oder nach einer drei- oder vierjährigen Lehre öffnet ihnen den Weg zu einem Studium. Die Jugendlichen können auch weiter zur Schule gehen – zum Beispiel in die Fachmaturitätsschule oder die Wirtschaftsmittelschule – oder die Schule für Brückenangebote besuchen, sofern sie nach der obligatorischen Schulzeit noch keine Anschlusslösung gefunden haben. Für Jugendliche mit sehr guten Schulleistungen steht nach der WBS über die einjährige Übergangsklasse auch der Weg ins Gymnasium noch offen.
Das Gymnasium dauert fünf Jahre* und schliesst mit der Maturität ab. Danach können die Jugendlichen an einer Universität studieren. Neben der Universität sorgt im Hochschulbereich die Fachhochschule Nordwestschweiz, kurz FHNW, als weiterbildende Berufsschule für hochstehende Bildung.
Informationsveranstaltungen
Detaillierte Informationen zu den Schulen von Basel-Stadt gibt es an den Informationsveranstaltungen für Eltern. Die Schulen laden jedes Jahr zu Informationsabenden ein. Diese richten sich an Eltern von Kindern, die im Sommer in den Kindergarten oder in eine neue Schule kommen. An vielen dieser Veranstaltungen gibt es auch Informationen in verschiedene Sprachen.
Weitere Informationen zu den Schulen von Basel-Stadt (bisheriges System, gültig für Kinder, die vor dem 1. Mai 2002 geboren wurden) gibt es in der deutschsprachigen Broschüre «Die Schulen von Basel-Stadt». Diese ist im Schulhaus oder bei der Bildungskoordination des Erziehungsdepartements erhältlich. Eine Kurzversion dieser Broschüre enthält Informationen in folgenden Sprachen: Deutsch, français, italiano, English, español, shqip, srpski/hrvatski, tamil, Türkçe.
Zählung der Schuljahre in Basel-Stadt Grafik
(HarmoS-Zählung; inkl. zwei Jahre Kindergarten)
